Forschung

 

Ein deutsches Nuclear Archaeology Labor: Die Rekonstruktion der nuklearen Vergangenheit um eine nuklearwaffenfreie Welt zu ermöglichen

Auch heute existieren noch mehr als 15 000 nukleare Sprengköpfe in neun Ländern. Unabhängige Schätzungen gehen davon aus, dass die zivilen und militärischen Spaltmaterialbestände aus bis zu 500 Tonnen Plutonium und 1400 Tonnen hoch angereichertem Uran bestehen, die dafür eingesetzt werden können neue nukleare Waffen herzustellen. Die Unsicherheit auf die Größe dieser Spaltmaterialbestände ist selbst für die Schätzungen der Nuklearwaffenstaaten über ihre eigenen Bestände so groß, dass sie global mehreren tausend Waffenäquivalenten entspricht. Dieses Projekt entwickelt neue Methoden und Werkzeuge um diese Unsicherheiten zu verstehen und zu reduzieren.

Ein gutes Verständnis der Spaltmaterialbestände wird benötigt um einen grundlegenden Grad an Vorhersagbarkeit und Irreversibilität zukünftiger Rünstungskontrollinitiativen zu erreichen, denn Spekulationen über mögliche große Mengen nichterfasster Spaltmaterialbestände könnten den Fortschritt in diesem Bereich sehr erschweren. Zusätzliche Informationen über das Konzept Nuclear Archaeology können hier ab Seite 25 gefunden werden.